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Familie Klauenberg
Besucher der Elbphilharmonie Wanderausstellung

05. Oktober 2009

QUASTHOFF UND DIE SCHÖNE MAGELONE

Thomas Quasthoff singt die schöne Magelone

Mittwoch, 07. Oktober 2009 / 20.00 Uhr / Laeiszhalle Großer Saal
Thomas Quasthoff – Stimmwelten
Die schöne Magelone
Brigitte Fassbaender, Erzählerin
Thomas Quasthoff, Bassbariton
Helmut Deutsch, Klavier

Johannes Brahms: Die schöne Magelone.
15 Romanzen aus Ludwig Tiecks Erzählung op. 33
Ludwig Tieck: Aus „Die Wundersame Liebesgeschichte der schönen Magelone und
des Grafen Peter aus der Provence“

€ 41 / 35 / 28 / 20 / 12 / 6

Konzerteinführung: 19.15 Uhr im Kleinen Saal


Mediterrane Landschaften, eine begehrenswerte Frau, ein charmanter Herzensbrecher, ein widerständiger Schwiegervater in spe, Kämpfe und Tragödien vor dem Happy End – das war einmal der Stoff, aus dem man keine banale Soap Opera, sondern einen wahrhaft herzergreifenden Liederzyklus machen konnte. Ludwig Tiecks Mittelalter-Roman diente Johannes Brahms als Vorlage für eine kompakte Mischung aus märchenhafter Literatur und vielschichtiger Musik.

Thomas Quasthoff kann als einer der bemerkenswertesten Sänger seines Fachs bezeichnet werden, der neben den Berliner und Wiener Philharmonikern mit vielen anderen führenden Orchestern regelmäßig auftritt und auf allen wichtigen Konzertpodien sowie bei den großen Festivals als Lied- und Konzertsänger sehr beliebt ist. Eine enge Zusammenarbeitet verbindet ihn mit so bedeutenden Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Bernard Haitink, Mariss Jansons, Kurt Masur, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Helmuth Rilling, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst.

Sein Debüt beim Oregon-Bach Festival 1995 legte den Grundstein für Thomas Quasthoffs steile Karriere in den USA. Mittlerweile ist er dort ein gern gesehener Gast sowohl bei den großen Orchestern als auch Festivals. Auch in die New Yorker Carnegie Hall, wo er 1999 sein gefeiertes Liederabenddebüt mit Schuberts Winterreise gab, kehrt er regelmäßig zurück. Im März 2003 begab sich der Künstler erstmals auf die Opernbühne und sang den Minister/Fidelio mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle bei den Salzburger Osterfestspielen. Im Frühjahr 2004 folgte dann sein umjubeltes Debüt an der Wiener Staatsoper als Amfortas in Wagners Parsifal unter der künstlerischen Leitung von Donald Runnicles, wo er im Januar 2005 in derselben Rolle unter Sir Simon Rattle wieder zu hören war.

Einladungen der Saison 2008/2009 umfassen Liederabende mit Daniel Barenboim in Berlin und Mailand sowie weitere Liederabende in Amsterdam, Köln, London, Graz, Barcelona und Schwarzenberg. Mit Michael Schade tritt er in Duo-Liederabenden in Köln und Luxemburg auf. Außerdem schließt die Saison „Die Schöpfung“ mit Daniel Harding, Elias im Wiener Musikverein sowie ein Konzert mit dem Freiburger Barockorchester und Silvester-Konzerte mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle ein. Kindertotenlieder und Rückert-Lieder singt er mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim im Wiener Musikverein und in New York, Haydn-Arien mit dem New York Philharmonic unter Riccardo Muti sowie Damnation de Faust mit dem Philadelphia Orchestra unter Sir Simon Rattle. Mit dem Concertgebouw Orchestra unter Mariss Jansons ist er in Amsterdam und Wien sowie mit dem Gewandhausorchester in Leipzig und London zu erleben.

Thomas Quasthoff hat seit 1999 einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft. Drei seiner CDs wurden bereits mit einem Grammy ausgezeichnet: Mahlers Lieder „Aus des Knaben Wunderhorn“ (mit Anne Sofie von Otter) unter Claudio Abbado und orchestrierte Schubert-Lieder (mit dem Chamber Orchestra of Europe, ebenfalls unter Claudio Abbado). Den dritten Grammy gewann er 2006 für seine Einspielung von Bach-Kantaten mit den Berliner Barocksolisten. Unter anderem realisierte er gemeinsam mit Till Brönner zudem ein Jazz-Projekt, in dessen Rahmen auch eine mit dem ECHO Preis und einer Grammy Nominierung ausgezeichnete CD (DGG) veröffentlicht wurde.

Seine Gesangsausbildung erhielt Thomas Quasthoff bei Prof. Charlotte Lehmann und Prof. Dr. Ernst Huber-Contwig in Hannover. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen – darunter den Ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München (1988), den Schostakowitsch-Preis in Moskau (1996) und den Hamada Trust/Scotsman Festival Prize (Edinburgh International Festival 1996). Seit 1996 hatte Thomas Quasthoff eine Professur an der Musikhochschule in Detmold inne und wechselte im Herbst 2004 an die Hanns Eisler Hochschule in Berlin, wo er sich intensiv dem Sängernachwuchs widmet. Im Jahr 2003 übernahm er die Schirmherrschaft über die Stiftung „Kinder von Tschernobyl des Landes Niedersachsen“. Vom Deutschen Bundespräsidenten wurde ihm im Oktober 2005 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen und ein Jahr später erhielt er den Europäischen Kulturpreis, der ihm in der Dresdner Frauenkirche überreicht wurde. Im Mai 2009 wurde Thomas Quasthoff mit der Gold Medal der Royal Philharmonic Society in London ausgezeichnet.

Informationen, Abonnements und Karten unter www.elbphilharmonie.de und im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 1, 20095 Hamburg, Tel: + 49 40 357 666 66, Fax + 49 40 357 666 888, kulturcafe@elbphilharmonie.de

Foto: Kasskara

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